Bergheim

St. Michael

Anno 1731 - 1737 wurde die Pfarrkirche unter der Aufsicht der Priorin des Klosters Maria Medingen neugebaut.

Vom 28.06. - 06.07.1771 fand die Mission der beiden Jesuiten P. Josephus Prößl und P-Heinricus Gyon in Bergheim statt.

Bis ins Jahr 1801 stand Bergheim unter dem Schutz und der Aufsicht des Klosters Maria Medingen.

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Der Kirchturm, welcher 1783 erhöht wurde, war bis zum Jahre 1851 mit einer Kuppel versehen. Als er am 22.04.1851 vollständig ausbrannte, bekam er bei der Wiederinstandsetzung ein Spitzdach mit Schieferplatten. Beim Brand schmolzen 2 von 3 vorhandenen Glocken. Noch im gleichen Jahr erhielt die Kirche 3 neue Glocken und die Kirchturmuhr.

Während der beiden Kriege wurden immer wieder Glocken und auch die Orgelpfeifen eingeschmolzen um das Zinn für Kriegszwecke nutzen zu können.

1905 erhielt die Kirche eine Steinmayr Orgel mit 2 Manualen. 1949 fand dann eine umfangreiche Kirchenrenovierung statt, welche den traurigen Anblick des Gotteshauses aufheben sollte. Somit wurden auch die Altäre, sowie die Kanzel von Übermalungen befreit. Der Hochaltar besteht aus einem viersäuligen Aufbau mit Volutenpilastern, darauf die lebensgroßen Figuren des Hl. Josef und Hl. Joachim. Im Altarblatt ist der Hl. Michael zu sehen.

An der Nordseite des Kirchenschiffes sind im Inneren die Kreuzwegstationen aus dem Jahre 1800 in Öl auf Leinwand zu sehen. 1950 erhielt die Bergheimer Kirche erneut 3 Glocken, die St. Michael, dem Gedenken der Gefallenen und dem Hl. Herzen Jesu geweiht wurden. 1976 fand die Aussenrenovierung statt. Dabei bekam der Turm auch ein neues Kupferdach. 1987 wurde die Innenrestaurierung erneut durchgeführt und im gleichen Zuge die Deckengemälde restauriert und konserviert.

Hier im Bild ist das "Pfingstwunder" zu sehen. Umrahmt von einem großflächigen, ruhigen Rahmenstuck, Kartuschen mit Ranken und Palmzweigen.

Die Kanzel wurde um 1740/50 errichtet. Ein runder Korpus, gegliedert durch Volutenpilaster, Kelchfuß mit geschnitzten Matthäussymbol. Am Schalldeckel mit Lambrequins die drei weiteren Evangelistensymbole.

1996 wurde die Kirchenorgel komplett überarbeitet in den Jahren 1996 fand ein Neuanstrich des Kirchenschiffes Außen statt, welcher 2013 wiederholt wurde. Im gleichen Zuge wurde die Treppe zum Friedhof erneuert.

Im Jahre 2021 fand die Renovierung der Sakristei statt.


Gottesdienste

Fr. 27.01. 18:30Heilige Messe, Klara u. Josef Wiedenmann
So. 29.01. 10:00Pfarrgottesdienst, JM Erika u. Georg Kapfer m. Johann Kleebaur
Fr. 03.02. 12:00Eucharistische Anbetung
Fr. 03.02. 18:30Heilige Messe zu Lichtmeß, Verst. Werner u. Kirzinger u. in besonderen Anliegen, Hugo u. Maria Sing mit Sohn Hugo
So. 05.02. 09:00Wortgottesdienst
Di. 07.02. 14:00Seniorenfasching der PG im Pfarrheim Wittislingen
Fr. 10.02. 18:30Heilige Messe, Verst. Waidmann u. Sing, Paul Sing

Kirchenpatron

"Wer ist wie Gott?".

Der Name des Erzengels Michael stammt aus dem Hebräischen und bedeutet

"Wer ist wie Gott?"

In der Offenbarung des Johannes befördert Michael mit seinen Engeln den Satan, der dort als Drache bezeichnet wird, aus dem Himmel: "Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen." (Offenbarung 12,7-9).

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Der Engel mit dem Flammenschwert

Auf diese Bibelstelle geht eine Legende zurück: Gott hatte, bevor die Erde entstand, ein großes Heer von Engeln und Erzengeln erschaffen. Einer von ihnen hieß Michael, ein anderer Luzifer – "Lichtträger". Dieser war auserwählt, das Licht vor dem Thron Gottes zu hüten. Eine Schar Engel um Luzifer erhoben sich gegen Gott. Sie wollten ihm nicht mehr dienen und riefen aus: "Wir sind selbst wie Gott." Da wurde der Erzengel Michael zornig. Er sammelte die guten Engel um sich und rief Luzifer und seinen Anhängern zu: "Wer ist wie Gott?"

Es folgte ein erbitterter Kampf. Dieser endete damit, dass Michael seine Gegner mit seinem Flammenschwert an einen Abgrund drängte und hinunterstürzte. Doch Luzifer sinnt - so die Legende - immer noch auf Rache. Er setzt alles daran, die Menschen zu verführen und so von Gott zu trennen. Der Erzengel Michael aber steht auf der Seite der gottesfürchtigen Menschen. Er gilt als Beschützer aller Christen und Seelenbegleiter der Verstorbenen. In Anlehnung an den Kampf mit Luzifer wird er oft mit Schwert und Lanze dargestellt - aber auch mit einer Waage. Es heißt, dass er mit ihr die Seelen der Verstorbenen wiegt.

Der deutsche Michel

Seit dem 17. Jahrhundert ist der Erzengel Michael der Schutzpatron der Deutschen. Erst durch die Französische Revolution wurde der "deutsche Michel" zur Spottgestalt. In Karikaturen als dümmlich, spießig und mit Zipfelmütze bekleidet dargestellt, galt der Michel als Inbegriff vermeintlich deutscher Eigenschaften wie naiv, bieder, schwerfällig und engstirnig. Aber warum eigentlich musste ausgerechnet der Name Michael für den Spott der Franzosen herhalten? Einfach erklärt: Dieser Vorname war in Deutschland immer schon sehr beliebt. Es bot sich für Karikaturisten deshalb an, ihre Spottfigur ebenfalls so zu nennen.

Tag der Erzengel

Der Michaelistag ist auch als der "Tag des Erzengels Michael und aller Engel" bekannt. Ludwig der Fromme (778-840) legte den Gedenktag auf den 29. September. Michael gilt als ranghöchster Engel und wird oft mit flammendem Schwert dargestellt. Er stürzte laut der Offenbarung Lucifer aus dem Himmelsreich und erweckt beim Jüngsten Gericht mit seiner Posaune die Toten aus den Gräbern. Er ist unter anderem Schutzpatron der Deutschen und aller Soldaten.

Pfarrgemeinderat

Der Pfarrgemeinderat ist wie folgt besetzt:

  • Strasser Kathrin (1. Vorsitzende / Pastoralrat)
  • Hörmann Daniela (stellv. Vorsitzende)
  • Mayershofer Oliver (stellv. Vorsitzender)
  • Schäffler Silke (Schriftführerin)
  • Graf Sonja (Pastoralrat / Dekanatsrat)
  • Schindler Stefanie (Pastoralrat)
  • Scherer Anna-Maria
  • Waidmann Dora
  • Werner Josefine
  • Wurm Sabine

Kirchenverwaltung

Antoniuskapelle

Die Feldkapelle wurde 1906 auf dem höchsten Punkt in Bergheim nördlich vom Ort gebaut. Laut einem Brief des damaligen Pfarrers wurde sie von Paul Paulin gebaut und ging nach mehrmaligem Wechsel des Besitzers 1978 in die katholische Kirchenstiftung ein. Aufgrund einer schlechten Grundsubstanz wurde die Kapelle ab dem Jahr 1978 komplett saniert.

Aktuelles / Termine